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Kalte Füsse sind kein Zufall

Sie sind unangenehm und hinderlich beim Einschlafen: kalte Füsse. Dicke Socken alleine reichen längerfristig jedoch nicht aus, um der Kälte ein Ende zu setzen.             


Schlechte Durchblutung ist die häufigste
Ursache von kalten Füssen.
© stockxpert

Kalte Füsse sind bei kühler Umgebung die Folge eines normalen Schutzmechanismus des Körpers. Der Grund: Die Oberflächentemperatur an Haut und Gliedmassen liegt je nach Körperregion zwischen 28 und 33 Grad. Sie wird von der Durchblutung und der Aussentemperatur beeinflusst und schwankt deshalb stärker als die Körpertemperatur. Bei Kälte verengen sich die kleinen Blutgefässe in Händen und Füssen. So kann das abgekühlte Blut nicht zurückströmen, und der Körper behält seine Kerntemperatur von knapp 37 Grad. Mit diesem unabhängigen Wärmeregulationssystem sichert unser Körper die Funktion lebensnotwendiger innerer Organe.

Die Tücke steckt auch in den Schuhen

Bei der Körperpflege schenkt man den Füssen oft zu wenig Aufmerksamkeit. Zu Unrecht. Brauchen Sie doch gerade in den Herbst- und Wintermonaten besondere Pflege. Denn die kalte Jahreszeit setzt den Füssen zu. Sie sind den ganzen Tag in festem Schuhwerk eingesperrt und hohen Temperaturunterschieden ausgesetzt. In warmen Räumen und Winterstiefeln beginnen sie zu schwitzen und schwellen an. Draussen in der Kälte kühlen die Füsse schnell aus und fühlen sich an wie Eiszapfen. Durchblutungsstörungen verstärken diesen Effekt zusätzlich und sind ein häufiger Faktor für chronisch kalte Füsse. Durchblutungsstörungen können durch folgende Faktoren ausgelöst bzw, begünstigt werden:

  • zu enge Strümpfe oder Schuhe
  • stundenlanges stehen oder Sitzen sowie übereinander geschlagene Beine
  • Gefässverengungen in Folge von übermässigem Tabakkonsum.
  • Mineralstoffmangel (vor allem von Eisen)
  • hormonelle Umstellungen
  • Stress und Bewegungsmangel

Das bringt die Wärme zurück

Wer unter kalten Füssen leidet setzt kurzfristig am besten auf einfachste «Erste Hilfe»-Massnahmen. Dazu zählen Thermosohlen, warme Socken aus natürlichen Materialien, heizbare Körner- und Kirschenkissen sowie durchblutungsfördernde Fusscremen. Wer dauerhaft von kalten Füssen befreit bleiben will, tut am besten regelmässig etwas für seine Durchblutung. Folgende Methoden halten Ihren Kreislauf auf Trab.

Kneippen: Dazu ein standfestes Becken mit Leitungswasser füllen und während einer Minute im «Storchengang» auf der Stelle gehen. Die Beine danach nicht abtrocknen, sondern nur das Wasser mit der Hand abstreifen und warme Socken überziehen.

Fussbad: «Als Fussbad eignet sich ein Badesalz angereichert mit ätherischen Ölen von Rosmarin, Kiefernadeln, Thymian und ein wenig Terpentinöl», rät Drogist Stephan Vögeli aus der Drogerie-Naturheilmittel Käser und Vögeli in Kirchberg BE. Vorsicht: Ätherische Öle dürfen nicht zu stark dosiert werden, weil es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen – vor allem beim medizinischen Terpentinöl.

Saunabaden: Einmal pro Woche in der Sauna zu schwitzen, stärkt den Kreislauf und die Durchblutung.

Massage: Beim Eincremen lassen sich ganz nebenbei Fusssohlen und Zehen massieren. Vielleicht können Sie ja Ihren Partner dazu überreden, das Eincremen zu übernehmen? Alternativ gibts in der Drogerie elektrische Massageapparate und Sprudelbäder für die Füsse. Günstiger sind Fussmassageroller oder Noppenbälle aus Holz oder Kunststoff.

Bewegung: Nordic Walking oder ein Spaziergang an der frischen Luft aktivieren Kreislauf und Muskulatur. Und wenn das Sofa ruft? Für eine kleine Runde Fahrradfahren um den Block reicht die Zeit fast immer.

Gymnastik:
Täglich etwa zehn Minuten Fussgymnastik reichen aus, um die Füsse zu mobilisieren und zu erwärmen.  

Barfuss: Freiheit für die Füsse! Ziehen Sie sooft als möglich die Schuhe aus und gehen Sie barfuss oder in Socken.

Autorin Nadja Mühlemann
Redaktion: Didier Buchmann

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