Kräuter fürs Herz
Der Volksmund sagt, für alles sei ein Kraut gewachsen. Fürs Herz sind es deren mehrere. Absoluter Spitzenreiter in den «Kräuter-Charts» ist der Weissdorn.
Die Kraft des Weissdorns ist wissen-
schaftlich belegt. Quelle: wiki
Weissdorn – das Kraut fürs Herz: Lange bevor moderne Analysemethoden Untersuchungen zu Inhalt und Wirksamkeit von Pflanzen erst möglich machten, wurden die roten Früchte und die Form der Blätter des Weissdorns mit dem menschlichen Herzen in Verbindung gebracht. Mittlerweile ist dessen Heilkraft auch in wissenschaftlichen Studien belegt.
Die Wirkungsweise des Weissdorns ist sehr vielseitig. Er verbessert die Durchblutung der Herzgefässe sowie der Herzmuskulatur. Zudem wirkt Weissdorn unterstützend bei der Behandlung von Herzrhythmusstörungen und erhöht die Toleranz gegenüber Sauerstoffmangel. Aufgrund seiner blutdrucksenkenden Wirkung wird er vor allem bei älteren Menschen vorbeugend eingesetzt. Wie auch bei anderen pflanzlichen Heilmitteln sind Weissdornpräparate der Gesundheit zwar förderlich, sie ersetzen aber keine ärztlich verordneten Medikamente.
Ein gesundes Herz – Ihre Drogerie weiss Rat
In der Drogerie finden sich mehrere Heilpflanzen, die sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. Deren Einnahme sollte erst nach Absprache mit Fachpersonen wie Drogisten oder Ärzten erfolgen.
Wolfstrapp: Als Arzneimittel dienen die kurz vor der Blüte geernteten oberirdischen Pflanzenteile. Die daraus hergestellten Tinkturen werden bei leichter Schilddrüsenüberfunktion und deren Begleiterscheinungen wie Nervosität und Herzrasen eingesetzt.
Schlangenwurzel: Sie wird seit Jahrhunderten in der indischen Medizin verwendet. Bei den medizinisch wirksamen Bestandteilen handelt es sich um etwa sechzig verschiedene Alkaloide. Das Alkaloidgemisch wirkt beruhigend, blutdrucksenkend und stimmungsaufhellend. Da es sich bei Alkoloiden um sehr stark wirkende Pflanzenwirkstoffe handelt, dürfen sie nur in homöopathischer oder spagyrischer Form verwendet werden.
Melisse: Wenn die Unruhe in Kombination mit Magenbeschwerden auftritt. Wissenschaftlich anerkannt ist die heilende Wirkung von Melisse bei Unruhezuständen und Einschlafstörungen.
Passionsblume: Die Blätter der Passionsblume werden in der Phytotherapie gegen nervöse Unruhe, Anspannung, Reizbarkeit oder Angstzustände und damit zusammenhängende Schlafstörungen oder Herzbeschwerden eingesetzt.
Ginkgo: In der heutigen Heilkunde wird dem Ginkgo (Samen und Extrakte aus Blättern) vornehmlich eine durchblutungsfördernde Wirkung zugesprochen.
Rosmarin: In der Naturheilkunde wird Rosmarin als Tee zur Kreislaufanregung und gegen Blähungen verwendet. Rosmarin wirkt anregend auf Kreislauf und Nerven und soll besonders beim sogenannten «Altersherz» durch milde Unterstützung und Stärkung wirken.
Misteln/Olivenblatt: Tees oder Tinkturen helfen bei leichtem Bluthochdruck.
Autoren: Katharina Rederer, Didier Buchmann
Redaktion: Didier Buchmann